Wallbox anschließen

Ladestation zu Hause: Wie Sie Ihre Wallbox anschließen, um Ihr Elektroauto sicher zu laden 

Haustechnik

Eine Wallbox zu Hause zu haben, bedeutet nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch Effizienz. Elektromobilität ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern prägt unseren Alltag. Mit der wachsenden Beliebtheit von Elektroautos stellt sich für viele Besitzer die Frage nach der optimalen Lademöglichkeit. Hier kommt die Wallbox ins Spiel: Eine eigene Ladestation zu Hause ist nicht nur ein Zeichen von Fortschritt und Umweltbewusstsein, sondern bietet auch unvergleichlichen Komfort. Doch wie schließt man eine Wallbox sicher und effizient an? Genau das erfahren Sie in diesem umfassenden Artikel.

Die Vorteile einer Wallbox zu Hause für Ihr E-Auto

Wenn Sie sich für ein Elektroauto entscheiden oder bereits eines besitzen, stellt sich schnell die Frage nach der Energieversorgung. Während immer mehr Ladestationen an Tankstellen und öffentlichen Parkplätzen entstehen, bietet eine Wallbox die Möglichkeit, Ihr Elektrofahrzeug bequem zu Hause aufzuladen.

Der Ladevorgang an einer privaten Wallbox ist deutlich schneller als das Laden an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose und sicherer als an einer Schuko-Steckdose. Darüber hinaus ist das Laden an einer privaten Wallbox bequemer als an öffentlichen Ladestationen, da Sie keine Wartezeiten haben und Ihr Elektrofahrzeug nicht extra hinbringen und abholen müssen. Eine Wallbox passt die Ladeleistung automatisch an Ihr Elektroauto an, was die Nutzung noch komfortabler macht. Wenn Ihre Nachbarn ebenfalls eine private Ladestation nutzen möchten, könnten Sie sogar ein zusätzliches Einkommen daraus erzielen.

Was ist eine Wallbox und wie installiert man sie?

Eine Wallbox, oft auch als Wandladestation bezeichnet, ist ein praktisches Gerät, das es ermöglicht, Elektroautos bequem zu Hause aufzuladen. Je nach Modell bietet eine Ladestation, also eine Wallbox, normalerweise ein bis zwei Ladestellen, oft vom Typ 2, für das Laden von E-Autos mit Wechselstrom. An diesen Ladepunkten befinden sich LED-Anzeigen, die den aktuellen Ladestatus anzeigen. Interessant ist, dass eine Wallbox nicht direkt an das Stromnetz angeschlossen wird, sondern an einen separaten Stromkreis im Haus. Für die Regelung des Ladevorgangs sorgt ein spezielles Steuergerät, der sogenannte Electric Vehicle Charge Controller. Dieses Gerät kommuniziert mit dem Elektrofahrzeug und steuert hauptsächlich die Ladeleistung.

Für die Sicherheit sorgen verschiedene Mechanismen in der Wallbox. Dazu gehört ein spezieller Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) mit Fehlerstromerkennung, um etwaige Gefahren zu vermeiden. Ein Leitungsschutzschalter schützt zudem das Ladekabel vor einer möglichen Überlastung. Viele Wallboxen verfügen außerdem über eine Zugangskontrolle, entweder über einen Schlüsselschalter oder einen RFID-Kartenleser. Diese dienen dazu, dass sich Nutzer identifizieren und Zugang zum Laden erhalten. So wird sichergestellt, dass nur berechtigte Personen die Wallbox nutzen können.

Bezüglich der Wallbox-Installation sind sie in verschiedenen Stärken erhältlich:

  • 3,7 kW: Ideal für Plug-in-Hybride.
  • 11 kW und 22 kW: Diese sind Standard-Wallboxen für das alltägliche Laden von Elektroautos an Ihrem privaten Drehstromanschluss.
  • 150 bis 350 kW: Diese High Power Charger sind Schnellladestationen für E-Autos, die vor allem unterwegs genutzt werden

Für den täglichen Gebrauch zu Hause eignen sich meistens die 11 kW und 22 kW Wallboxen. Diese bieten genug Leistung, um ein normales Elektroauto effizient aufzuladen. Beispielsweise kann ein Auto mit einer 40 kWh Batterie mit einer 11 kW Wallbox in ungefähr 4 bis 5 Stunden voll geladen werden. Während die 22 kW Variante die Ladezeit fast halbiert, erhöht sich allerdings der Stromverbrauch, da mit mehr Leistung geladen wird. Die beliebteste Wahl unter den Nutzern ist oft die 11 kW Wallbox, da sie eine gute Balance zwischen Ladeleistung und Ladezeit bietet.

Wichtig zu wissen ist:

Alle Ladestationen bzw. Wallboxen bis zu 11 kW Leistung müssen bei Ihrem Energieversorger angemeldet werden. Wallboxen über 11 kW benötigen zusätzlich eine Genehmigung vom Energieversorger.

Die Kosten und Genehmigungen für die Installation

Wenn Sie überlegen, eine eigene Wallbox für Ihr Elektroauto zu Hause zu installieren, ist es wichtig, sich mit den anfallenden Kosten auseinanderzusetzen. Die Preise für eine Wallbox variieren je nach Modell und liegen meist zwischen 400 und 1.500 EUR. Dazu kommen noch die Installationskosten, die je nach Umfang der erforderlichen Arbeiten stark schwanken können und sich zwischen 400 und 2.300 EUR bewegen.

Bei der Kalkulation der Installationskosten einer Wallbox sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen:

  • Die Art des Gebäudes: Handelt es sich um ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus oder vielleicht ein Reihenhaus?
  • Das Baujahr des Hauses: Sind bei älteren Gebäuden zusätzliche Modernisierungsmaßnahmen notwendig?
  • Bei der Entscheidung für eine eigene Wallbox stellt sich die Frage: Wird sie in der Garage, unter einem Carport oder an einem anderen Ort angebracht?
  • Die Entfernung des Parkplatzes zum Haus: Wie weit muss das Elektroauto vom Haus entfernt geparkt werden?
  • Die Distanz zwischen Wallbox und Sicherungskasten: Wie viele Meter Kabel sind nötig, um die Wallbox mit dem Sicherungskasten zu verbinden, und müssen diese Leitungen ober- oder unterirdisch verlegt werden?
  • Notwendigkeit von Wanddurchbrüchen: Müssen Löcher gebohrt werden, um die Wallbox mit dem Sicherungskasten zu verbinden?

Die gute Nachricht ist, dass Sie die Kosten für den Kauf und die Installation der Wallbox nicht unbedingt komplett selbst tragen müssen. Wer eine Wallbox kauft, kann dank Förderprogrammen, wie denen der KfW, für jede Ladestation bis zu 900 EUR Zuschuss erhalten.

Wer darf eine Ladestation anschließen?

Die Installation einer Wallbox erfordert die Expertise eines Fachbetriebs. Dies liegt daran, dass bei einer Spannung von 400 Volt Lebensgefahr besteht. Die Verantwortung für den fachgerechten Einbau liegt beim Elektroinstallateur, der in der Regel auch für die Anmeldung und Genehmigung der Wallbox beim Netzbetreiber verantwortlich ist.

Wie finde ich einen geeigneten Dienstleister in meiner Nähe, um meine Wallbox installieren zu lassen?

  • Um einen qualifizierten Elektriker zu finden, der Ihre Wallbox installiert, können Sie sich an Ihren vertrauenswürdigen Elektroinstallateur wenden und prüfen, ob dieser im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers für Wallbox-Installationen gelistet ist.
  • Eine Alternative bieten Wallbox-Hersteller und spezialisierte Fachpartner, die häufig Installationsservices über ein Netzwerk von Elektrikern anbieten. Hier erhalten Sie oft Komplettpakete, die neben der Wallbox auch die Installation beinhalten.
  • Darüber hinaus sind die örtlichen Stadtwerke oft eine hilfreiche Anlaufstelle und bieten Pakete für Wallboxen an, die Installation und einen Ökostromvertrag beinhalten

Netzbetreiber-Anforderungen 

Muss man eine Erlaubnis einholen, um eine Ladestation zu installieren? Für Ladestationen mit einer Leistung von bis zu 12 kW ist derzeit keine spezielle Genehmigung erforderlich. Es reicht aus, den Netzbetreiber darüber zu informieren, dass Sie eine E-Auto-Wallbox installieren möchten. Normalerweise übernimmt der Elektroinstallateur diese Benachrichtigung ohne zusätzliche Kosten. Die Information über die Installation einer weiteren Wallbox ermöglicht es dem Netzbetreiber, das Stromnetz effizienter zu verwalten. Er kann lokale Belastungen besser einschätzen, Überlastungen verhindern und eine stabile Stromversorgung sicherstellen. Wenn notwendig, kann der Betreiber frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um das Stromnetz an die neuen Anforderungen anzupassen.

Für Wallboxen mit einer Ladeleistung von mehr als 12 kW ist jedoch eine Genehmigung des Netzbetreibers erforderlich. Nach Einreichung des Antrags prüft der Netzbetreiber Ihren Hausanschluss und die Eignung des Stromverteilernetzes für die Installation einer Wallbox. Der Prozess zur Erlangung dieser Genehmigung kann je nach Netzbetreiber mehrere Monate in Anspruch nehmen, daher ist es ratsam, sich rechtzeitig darum zu kümmern, bevor Sie die Wallbox für Elektroautos installieren lassen.

Voraussetzungen für die Installation einer Wallbox: Die technischen Anforderungen

Die wichtigste Voraussetzung für die Installation Ihrer Wallbox betrifft die elektrische Ausstattung Ihres Hauses. Diese kann von Haus zu Haus erheblich variieren und sollte idealerweise von einem Fachmann individuell bewertet werden

Hausanschluss und die Leistungsfähigkeit für die Wallbox-Installation

Ein entscheidender Faktor für die Installation einer Wallbox ist Ihr Hausanschluss, da Wallboxen eine beträchtliche Menge Energie benötigen.
  • Wenn Sie eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 kW oder mehr anschließen möchten, ist ein Starkstromanschluss erforderlich. Dieser Begriff bezieht sich auf die Verwendung von Dreiphasenwechselspannung, bei der drei Wechselströme gleicher Frequenz miteinander verknüpft sind. Heutzutage ist Dreiphasenwechselstrom auch in Privathaushalten üblich, um sowohl den herkömmlichen 230-Volt-Wechselstrom als auch den 400-Volt-Dreiphasenwechselstrom (z. B. für den Herd) bereitzustellen. In idealen Fällen befindet sich bereits ein Starkstromanschluss in der Nähe Ihres Parkplatzes für Elektrofahrzeuge, insbesondere in Neubauten. In den meisten Fällen ist der Starkstromanschluss jedoch nicht direkt am Stellplatz vorhanden, was möglicherweise aufwendige Bauarbeiten erfordert. Wenn in Ihrem Haus kein Starkstromanschluss vorhanden ist oder dieser zu weit entfernt ist für die Wallbox-Installation, können die Kosten für die erforderlichen Umbauten erheblich sein.
  • Wallboxen können auch ohne Starkstromanschluss betrieben werden, indem sie über einen 1-phasigen Anschluss an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen werden. In diesem Fall dauert die Ladezeit Ihres Elektrofahrzeugs jedoch erheblich länger.

Fehlerschutzschalter: FI-Schalter

Fehlerschutzschalter dienen dazu, elektrische Geräte im Haushalt und Menschen vor Stromschlägen zu schützen. Wenn es zu einem Fehlerstromfluss kommt, unterbricht der FI-Schalter den Stromkreis.

Die Verwendung eines Fehlerschutzschalters bei der Wallbox ist gesetzlich vorgeschrieben. Achten Sie beim Kauf Ihrer Wallbox darauf, dass bereits ein Schutzmechanismus gegen Gleichstromfehlerströme integriert ist. Dies ist heute bei neuen und hochwertigen Geräten der Standard. Diese Vorrichtung verhindert, dass Gleichstrom aus der Wallbox ins Wechselstromnetz gelangt, und erspart Ihnen die kostspielige Installation eines Fehlerschutzschalters vom Typ B oder Typ A-EV in Ihrer Hausinstallation.

Wenn Sie eine Wallbox ohne diesen Schutzmechanismus erworben haben, sollten Sie in Ihrem Sicherungskasten einen Fehlerschutzschalter des Typs B oder Typs A-EV installieren, der glatte Gleichstromfehlerströme, wie sie beim Laden von Elektrofahrzeugen auftreten können, erkennt.

Leistungschutzsschalter

Der Leistungsschutzschalter schützt die Stromleitung vor Überhitzung und wird im Zählerschrank installiert. Wenn zu viel Strom fließt, unterbricht dieser den Stromkreis. Der Leistungsschutzschalter muss entsprechend der Ladeleistung ausgewählt und darf nur von einem zugelassenen Elektroinstallationsunternehmen installiert werden.

Stromzähler

Da der Stromzähler eine zentrale Rolle spielt, sollte er nicht zu weit von der Wallbox entfernt sein. Es ist auch wichtig, beim Einbau einer Wallbox zu prüfen, ob im Zählerschrank ausreichend Platz für FI-Schalter und Leistungsschutzschalter vorhanden ist.

In einem Mehrfamilienhaus werden mehrere Haushalte gleichzeitig mit Strom versorgt, was die verfügbaren Leistungsreserven für das Laden an einer privaten Ladestation begrenzen kann. In solchen Fällen kann die Installation eines zusätzlichen Hausanschlusses eine Lösung sein.

Die Auswahl des optimalen Standorts für Ihre Wallbox

Bevor Sie Ihre Ladestation für Elektroautos installieren oder aufstellen, sollten Sie einige Überlegungen anstellen, um einen reibungslosen und sicheren Betrieb sicherzustellen.

Schutz vor Witterungseinflüssen

Obwohl die meisten modernen Ladestationen mindestens über die Schutzklasse IP54 verfügen, ist es dennoch ratsam, die Wallbox vor anhaltender Sonneneinstrahlung und Regen zu schützen. Normalerweise genügt es, ein kleines Wetterschutzdach über der Ladestation anzubringen, um ausreichenden Schutz zu gewährleisten.

Bei der Wahl des Installationsortes der Wallbox sollten Sie auch darauf achten, dass der Weg für das Kabel einfach und zugänglich ist.

Beachtung der Ladekabellänge der Wallbox 

Wenn Sie sich für eine Ladestation mit einem festen Ladekabel entschieden haben, was meiner persönlichen Empfehlung entspricht, sollten Sie unbedingt auf ausreichende Kabellänge achten. Die Position der Wallbox in der Garage sollte so gewählt werden, dass Sie beim Parken Ihres Elektroautos keinen millimetergenauen Abstand einhalten müssen und ein versehentliches Verkanten des Ladesteckers vermieden wird.

Noch besser wäre es, wenn auch ein Besucher in zweiter Reihe die Möglichkeit hätte, die Wallbox zu erreichen, ohne die Autos umzuparken. Eine Kabellänge von mindestens 5 Metern erhöht den Komfort und die Flexibilität beim Laden Ihres Elektroautos.

Vermeidung von Stolperfallen

Um sicherzustellen, dass das Ladekabel nicht zu einer Stolperfalle wird, sollte die Wallbox an der Wand auf derselben Seite installiert werden, auf der sich auch die Ladebuchse Ihres Autos befindet. Auf diese Weise können Sie das Kabel schnell anschließen und morgens ebenso schnell verstauen, ohne jedes Mal um das Auto herumgehen zu müssen.

Einhaltung der Sicherheitsabstände

Bei der Installation der Wallbox ist darauf zu achten, dass sie nicht in der Nähe von brennbaren, leicht entzündlichen oder explosiven Materialien angebracht wird. Die genauen Sicherheitsabstände bei der Wallbox Installation finden Sie in der Montageanleitung der Ladestation.

Welche Schritte sind bei der Installation einer Ladestation zu beachten?

Die Installation einer Wallbox für Elektroautos erfolgt in mehreren Schritten:
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1. Überprüfung des Hausanschlusses

Der erste Schritt bei der Installation einer Wallbox besteht darin, Ihren eigenen Netzanschluss auf ausreichende Leistung zu prüfen. Wenn Ihr Anschluss nicht genügend Leistung bietet, müssen Sie sich an Ihren Netzbetreiber wenden.
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2. Anpassung des Verteilerkastens

Für die Installation einer Wallbox sollte bereits ein Starkstromanschluss vorhanden sein. Wenn sich bereits ein solcher Starkstromanschluss in Ihrer Garage oder an Ihrem gewünschten Ort für die Wallbox-Installation befindet, können Sie diesen für die Ladestation verwenden. In diesem Fall müssen Sie lediglich die Beschriftung im Sicherungskasten ändern, und Sie können mit Schritt vier fortfahren.

Wenn es jedoch noch keinen Starkstromanschluss an Ihrem gewünschten Installationsort gibt, muss dieser zuerst verlegt werden. Um eine Wallbox am besten installieren zu können, wird eine neue Leitung installiert, die durch eine Sicherung geschützt wird. Beim Anschluss einer Wallbox muss die Versorgung im Sicherungskasten angepasst werden.

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3. Verlegung der Leitung zur Ladestation

Um Strom vom Verteilerkasten zur Wallbox zu leiten, wird eine Leitung zum Installationsort gezogen. Da der Verteilerkasten selten in der Garage oder im Freien angebracht ist, sind beim Einbau einer Wallbox oft Wanddurchbrüche erforderlich. Diese Löcher können mit einem Bohrer gemacht werden und müssen nur groß genug sein, damit das Kabel hindurchgeführt werden kann.
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4. Montage der Wallbox

Nachdem die Verkabelung für die Wallbox verlegt wurde, kann die Ladestation am Installationsort montiert und angeschlossen werden. Bei einer Wallbox Installation muss auch ein Fehlerstrom-Schutzschalter des Typs B installiert werden, um Fehlerströme zu verhindern. Es ist jedoch möglich, Kosten und Aufwand zu sparen, wenn das Wallbox-Modell bereits einen integrierten FI-Schalter hat. Als Alternative beim Einbau der Wallbox reicht die Installation eines kostengünstigeren FI-Schalters des Typs A aus, wenn die Ladestation mit einer DC-Fehlerstromerkennung ausgestattet ist.

Mieter und Eigentümer – Bedingungen für die Installation einer Wallbox

Hauseigentümer haben das Recht, überall auf ihrem eigenen Grundstück eine private Ladestation für Elektroautos installieren zu lassen.

Wenn jemand eine Wohnung besitzt, die von einer Genossenschaft oder einer Eigentümergemeinschaft verwaltet wird, kann er sich auf das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) vom 1. Dezember 2020 berufen. Dies ermöglicht es, die Installation einer Wallbox auf einem zum Wohnungseigentum gehörenden Stellplatz zu fordern. Wenn der Antrag fristgerecht bei der Eigentümerversammlung eingeht, kann diese den Antrag nicht ablehnen, sondern nur darüber mitentscheiden, wie die Gestaltung erfolgen soll.

Mieter hingegen dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung ihres Vermieters eine Ladestation installieren lassen.

Kann ich mein Elektroauto mit Solarstrom laden?

Die Stromkosten für das Laden eines Elektroautos sind oft hoch. Um diese Kosten kurz- oder langfristig zu reduzieren, ist die Nutzung von Solarenergie durch Photovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen eine attraktive Option.

Es gibt verschiedene Szenarien und Optionen:

  • Wenn Sie bereits eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) besitzen, aber keinen Batteriespeicher oder Ladestation haben, wird der erzeugte Strom direkt ins Netz eingespeist, und Sie erhalten eine Vergütung. Sie können jedoch überlegen, einen Batteriespeicher und eine Ladestation zu installieren. Dadurch kann die PV-Anlage so umgestaltet werden, dass der Batteriespeicher zuerst geladen und überschüssige Energie ins Stromnetz eingespeist wird. Beachten Sie, dass die Wallbox die notwendige Anbindung haben muss, um mit einer PV-Anlage und Batteriespeicher betrieben zu werden (nicht alle Wallboxen unterstützen dies). Einige Stromanbieter bieten auch die Möglichkeit, die gesamte erzeugte Energie ins Stromnetz einzuspeisen und den benötigten Strom für die Wallbox zu einem günstigeren Tarif zu beziehen.
  • Falls Sie keine PV-Anlage, Batteriespeicher oder Ladestation besitzen, aber planen, eine PV-Anlage mit Batteriespeicher zu installieren, sollten Sie in jedem Fall gleichzeitig eine Wallbox installieren. Dies hat den Vorteil, dass Sie von verschiedenen Fördermöglichkeiten profitieren können und für die Elektromobilität gut gerüstet sind. Der Nachteil ist die anfänglich höhere Investition.
  • Wenn Sie bereits eine PV-Anlage und einen Batteriespeicher besitzen, jedoch keine Ladestation haben, ist dies die kostengünstigste Option. In diesem Fall benötigen Sie nur eine Wallbox, die für den Betrieb mit einer PV-Anlage und Batteriespeicher geeignet ist.
  • Windkraftanlage für Ihren Stromanschluss: Die Nutzung einer Heimwindkraftanlage kann ebenfalls erhebliche Einsparungen bei den Stromkosten ermöglichen. Ähnlich wie bei einer PV-Anlage können Sie die erzeugte Energie ins Stromnetz einspeisen oder in einem Batteriespeicher speichern und zur Ladung Ihres Elektroautos verwenden.

Wie lange dauert die Installation einer Wallbox in etwa?

Die Installation einer Wallbox dauert normalerweise bis zu einem halben Tag. Bei komplexeren Umbauarbeiten, wie zum Beispiel Erdarbeiten, um Kabel über längere Strecken in die Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses zu verlegen, kann der Prozess entsprechend länger dauern.

Wallbox zu Hause: Wartungspflichten und Empfehlungen

Nachdem Sie Ihre Wallbox zu Hause installiert haben, stellt sich oft die Frage, ob und wie oft sie gewartet werden muss. Im Unterschied zu Wallboxen in Unternehmen, die jedes Jahr kontrolliert werden müssen, gibt es für private Ladestationen keine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Wartung. Dennoch ist es ratsam, Ihre Wallbox alle zwei bis vier Jahre von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Für diese Überprüfung sollten Sie mit Kosten von ungefähr 200 EUR rechnen.

Effektive Sicherheitsmaßnahmen für Ihre Heim-Wallbox: Von Zugangskontrolle bis Versicherung

Um Ihre Wallbox vor unbefugter Nutzung oder Diebstahl zu schützen, gibt es verschiedene Maßnahmen:
  • Zugangskontrolle: Besonders in halböffentlichen Bereichen wie Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern ist es sinnvoll, eine Wallbox mit Zugriffskontrolle zu installieren. Nur Personen mit einer speziellen RFID-Karte, Zugang über eine App oder einem Schlüssel können dann die Wallbox nutzen.
  • Abschließbarer Schutzkasten: Um Ihre Wallbox vor unbefugtem Zugriff, Diebstahl oder Vandalismus zu schützen, können Sie sie in einem abschließbaren Kasten unterbringen. Achten Sie darauf, dass der Kasten genug Belüftung bietet, da beim Laden Wärme entsteht.
  • Sicherung des Ladekabels: Ladekabel sind ein beliebtes Ziel für Diebe. Bei Typ 2 Steckern gibt es eine automatische Verriegelungsfunktion, die das Kabel während des Ladevorgangs sichert, sodass es nicht einfach entnommen werden kann.
  • Videoüberwachung: Eine Möglichkeit, Ihre Wallbox zusätzlich zu sichern, ist die Installation einer Überwachungskamera. Moderne, smarte Kameras, wie z. B. die Bosch Smart Home Eyes Außenkamera, können dank intelligenter Videoanalyse erkennen, wenn jemand sich an Ihrer Wallbox zu schaffen macht und Sie über eine App informieren.
  • Versicherungsschutz: Falls Ihre Wallbox doch einmal gestohlen oder beschädigt wird, können die Kosten je nach Versicherungspolice von Ihrer Kfz- oder Hausratversicherung übernommen werden. Ist die Wallbox fest mit dem Gebäude verbunden, kann sie zusätzlich über die Wohngebäudeversicherung gegen Schäden wie Hagel, Feuer oder Wasser abgesichert sein.
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