Klare Abgrenzungen von Begriffen

Geht es um die Verbesserung einer Wohnung hinsichtlich der Optik oder technischen Ausstattung, stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Schnell werden hier die bekannten Begrifflichkeiten „sanieren“, „renovieren“ und „modernisieren“ durcheinandergebracht.

Dennoch gibt es klare Abgrenzungen zwischen den drei gängigen Verfahren, welche alle auf unterschiedliche Art und Weise für bessere Wohnverhältnisse sorgen.

Sanieren - grundlegende Maßnahmen zum Schutz der Bausubstanz

Bei der Modernisierung geht es stets um die Verbesserung einer Wohnung. Hierzu werden neue technische Errungenschaften sowie gegenwärtige wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt. Diese betreffen häufig Energie- oder Wassersparmaßnahmen. Als gängige Beispiele lassen sich neue Heizsysteme sowie eine bessere Wärmedämmung aufführen. Die baulichen Veränderungen im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen tragen in der Regel zur allgemeinen Verbesserung der Wohnverhältnisse bei. Hierzu zählen ebenso die barrierefreie Erschließung einer Wohnung, die Gestaltung besserer Außenanlagen sowie die Schaffung zusätzlichen Wohnraums.

Einige der genannten Modernisierungsmaßnahmen tragen zur Schonung der Ressourcen bei. Aus diesem Grund werden die betreffenden Maßnahmen oftmals staatlich gefördert. Hieraus ziehen allerdings meist nur die Eigentümer ihren Vorteil. Wird die Wohnung vermietet, profitiert der Mieter zwar von der durchgeführten Modernisierung, muss aber leider auch mit steigenden Wohnkosten rechnen. Nach Abschluss der Maßnahmen erwartet ihn häufig eine Mieterhöhung. Diese rechtfertigt der Vermieter mit der Wohnwertsteigerung, resultierend aus den umfassenden Modernisierungsmaßnahmen. Allerdings hat der Vermieter den Mieter drei Monate im Voraus über die geplanten Maßnahmen zu informieren. Der Mieter hat daraufhin die Möglichkeit zu widersprechen.

Modernisieren - zur Berücksichtigung des Fortschritts

Die Renovierung ist in der Regel die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, die Immobilie wieder in einen optisch ansprechenden Zustand zu versetzen. Beim Renovieren geht es um die Beseitigung von Gebrauchsspuren, welche auch bei einer sachgemäßen und pfleglichen Nutzung des Wohnraums im Laufe der Zeit nicht ausbleiben. Renovierungsarbeiten dienen der oberflächlichen Erneuerung. Hierzu gehören das Streichen und Tapezieren von Wänden, das Streichen von Fenstern und Türen sowie die Verlegung eines neuen Fußbodens. Anders formuliert, umfasst eine Renovierung sämtliche Arbeiten, welche im Mietrecht als Schönheitsreparatur bezeichnet werden.

Der Vorteil: Mieter oder auch Eigentümer haben die Möglichkeit, schnell und ohne immensen Kostenaufwand den Räumen einen individuellen Look zu verleihen und sie dem persönlichen Geschmack nach zu gestalten.

Experte oder Heimhandwerker - wer darf die Arbeiten übernehmen?

Bei der Frage, wer die anfallenden Arbeiten übernehmen kann oder darf, müssen zunächst die anstehenden Maßnahmen definiert werden. Geht es lediglich um die oberflächliche Erneuerung einer Wohnung zur Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes, also eine Renovierung, sind die Fähigkeiten und Kenntnisse eines motivierten Heimhandwerkers völlig ausreichend. Wer Spaß am Renovieren hat und sich das Geld für einen professionellen Handwerker sparen möchte, darf gerne selbst tätig werden. Wer sich allerdings nicht zutraut, die Arbeiten zur eigenen Zufriedenheit zu erledigen oder möglicherweise nicht über ausreichend zeitliche Kapazitäten verfügt, darf den Auftrag gerne an einen erfahrenen Handwerker in der Umgebung vergeben.

Stehen dagegen Maßnahmen zur Modernisierung oder Sanierung einer Wohnung an, empfiehlt sich definitiv die Unterstützung durch einen Experten. Dieser hat die Möglichkeit, zuverlässig und umfassend in baurechtlichen Fragen zu beraten sowie die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten zu berücksichtigen und in Anspruch zu nehmen. Zudem sollte gerade bei diesen umfassenden Maßnahmen kein Geld an der falschen Stelle gespart werden. Unprofessionelle Arbeiten sowie die Verwendung minderwertigen Materials gefährden den langfristigen Nutzen und Erfolg einer Modernisierung oder Sanierung.

Suchen Sie nach einer Möglichkeit, um Kosten zu sparen, unterstützen Sie den Experten bei seiner Arbeit. Übernehmen Sie dazu die aufwendigen, aber wenig anspruchsvollen Arbeiten, wie zum Beispiel das Abziehen der alten Tapete oder das Abschlagen alter Fliesen.

Fazit

Ob Modernisieren, Sanieren oder Renovieren, all dies dient dem gleichen Ziel. Durch verschiedene Maßnahmen soll der Wohnraum erhalten und verbessert werden. Dennoch sind die Begriffe in der Theorie klar voneinander zu unterscheiden. In der Praxis verschwimmen die Grenzen jedoch häufig. Wer als Eigentümer seine Wohnung saniert, wird wahrscheinlich gleichzeitig auch Maßnahmen zur Modernisierung ergreifen. Und auch beim Renovieren wird sich der Heimhandwerker Gedanken zu möglichen Veränderungen machen, welche dem Bereich der Modernisierung zuzuordnen sind.

Grundsätzlich steht jedem Eigentümer das Recht zu, seine Immobilie gemäß seinen Wünschen zu verändern. Betreffen die geplanten Maßnahmen allerdings ein vermietetes Objekt, sind unter Umständen gewisse Vorgaben zu beachten. Und auch der Mieter darf seine Wohnung nicht immer beliebig umgestalten oder umfangreiche Veränderungen vornehmen. Schließlich handelt es sich um das Eigentum seines Vermieters. Ein klärendes Gespräch im Vorfeld sorgt auf beiden Seiten für Sicherheit und vermeidet darüber hinaus unnötigen Ärger.

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