Wohnungsgeberbestätigung nach § 19 BMG für Vermieter
Auf einen Blick: Vermieter müssen ihren Mietern den Einzug innerhalb von zwei Wochen schriftlich bestätigen, sonst drohen Bußgelder bis 1.000 Euro. Die frühere Bestätigung beim Auszug ist seit November 2016 entfallen. Mit unserer kostenlosen Vorlage füllen Sie die Wohnungsgeberbestätigung in wenigen Minuten korrekt aus. Sie enthält alle Pflichtangaben nach § 19 Bundesmeldegesetz, einschließlich der Angabe zum Eigentümer.
Was ist die Wohnungsgeberbestätigung?
Wohnungsgeber ist, wer einem anderen eine Wohnung tatsächlich zur Benutzung überlässt. Das ist in der Regel der Vermieter, bei einer Untervermietung der Hauptmieter und bei unentgeltlicher Überlassung der Eigentümer.
Welche Fristen muss der Vermieter beachten?
Der Vermieter bestätigt den Einzug innerhalb von zwei Wochen schriftlich (§ 19 Abs. 1 BMG). Das gilt auch für Personen, die während eines laufenden Mietverhältnisses einziehen, etwa Kinder oder Lebensgefährten. Erhält der Mieter die Bestätigung verspätet oder gar nicht, muss er dies der Meldebehörde unverzüglich mitteilen.
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Gilt die Pflicht auch beim Auszug?
Die frühere Auszugsbestätigung des Vermieters wurde zum 1. November 2016 abgeschafft. Heute ist nur noch der Einzug zu bestätigen. Eine Abmeldung durch den Mieter selbst bleibt lediglich dann erforderlich, wenn er ins Ausland verzieht und keine neue Wohnung in Deutschland bezieht.
Welche Angaben muss die Wohnungsgeberbestätigung enthalten?
– Meldepflichtige Personen: Die Namen aller eingezogenen Personen, auch Kinder gehören in die Bestätigung.
In welcher Form kann die Bestätigung erfolgen?
Was droht bei Verstößen?
Wird der Einzug nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig bestätigt, droht dem Wohnungsgeber ein Bußgeld bis zu 1.000 Euro (§ 54 BMG). Deutlich teurer wird eine Gefälligkeitsbestätigung. Wer eine Wohnungsanschrift für eine Anmeldung anbietet oder bestätigt, obwohl dort niemand einzieht oder einziehen soll, riskiert ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro.
Welche Auskunftsrechte hat der Vermieter?
Die Meldebehörde kann vom Eigentümer und vom Wohnungsgeber Auskunft darüber verlangen, welche Personen in der Wohnung wohnen oder gewohnt haben. Umgekehrt hat auch der Vermieter Rechte. Macht er ein rechtliches Interesse glaubhaft, erhält er von der Meldebehörde unentgeltlich Auskunft darüber, welche Personen in seiner Wohnung gemeldet sind (§ 50 Abs. 4 BMG). So lassen sich zum Beispiel unerlaubte Untervermietungen erkennen.
Dieser Artikel wurde im September 2026 vollständig überarbeitet. Er ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall, alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich ist der jeweils geltende Text des Bundesmeldegesetzes.
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