Beim Einbau von neuer Heizung sparen

Um seine CO² Emissionsziele bis 2030 zu erreichen, hat der deutsche Staat für 2020 eine Reihe von Änderungen hinsichtlich seines Energieförderprogramms veranlasst.

Wer ein Haus besitzt und seine alte Heizung gegen ein neues, energiesparendes Modell austauscht, kann mit großzügigen Zuschüssen rechnen. Es lohnt sich daher, einen Blick auf das Förderprogramm zu werfen. Folgendes ist ab 2020 neu.

Die Wahl der Heizung bestimmt die Höhe der Förderung

Seit Januar 2020 wird der Kauf energiesparender Heizungen einheitlich gefördert. Dabei gelten prozentuale Fördersätze. Deren Höhe richtet sich danach, welche Art von Heizungen Immobilienbesitzer in ihre Häuser einbauen. Grundsätzlich gilt, dass für Anlagen mit besserer Klimabilanz höhere Förderungssätze gezahlt werden. Ölheizungen sind davon jedoch explizit ausgeschlossen. Wird in einem Haus lediglich eine alte Ölheizung durch eine neuere ersetzt, zahlt der Staat von nun an keinen Zuschuss mehr.

Wie sieht die Förderung in Zahlen konkret aus?

Eigentümer, die ihre Häuser mit einer modernen Gas-Brennwertheizung ausstatten, können bis zu 20 % der förderfähigen Kosten erstattet bekommen. Wer sich für seine Immobilien stattdessen Solarthermieanlagen oder Gas-Hybridheizungen anschafft, darf mit bis zu 30 % Förderung rechnen. In der höchsten Förderungsstufe befinden sich Biomasseanlagen, EE-Hybridheizungen sowie effiziente Wärmepumpen. Wird eine solche Anlage in ein Haus eingebaut, ist eine Förderung von bis zu 35 % vorgesehen.

Extraregelungen für den Austausch besonders alter Anlagen

Weil zurzeit viele Häuser noch mit alten Ölheizungen ausgestattet sind, hat sich der Staat einen besonderen Anreiz für deren Austausch ausgedacht. Wer seine alte Ölheizung gegen ein neues Energiesparmodell auswechselt, erhält zusätzlich weitere 10 % Förderung für die Neuanschaffung. Dieser Bonus wird jedoch nur gezahlt, falls es sich bei der neuen Heizung um eine Biomasseanlage, eine Wärmepumpenanlage oder eine förderfähige Hybridheizung handelt.

Der Förderung sind bestimmte Grenzen gesetzt. Eine davon betrifft das Alter der aktuellen Heizungen von Immobilien. Anlagen, welche älter als 30 Jahre sind, müssen meistens gesetzlich verpflichtend ausgetauscht werden. In solchen Fällen erhalten Besitzer keine staatliche Förderung.

Wie beantragt man die staatliche Förderung?

Eigentümer, die ihre Häuser mit neuen Heizungen ausstatten wollen, müssen sich ab 2020 an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wenden. Dieses übernimmt ab sofort das Förderprogramm von der staatlichen Förderbank KfW. Auf seiner Homepage der Bafa informiert das Bundesamt über sämtlichen Regelungen und Anforderungen des Programms.

Wichtig ist u. a., dass die Anlage den technischen Mindestanforderungen entspricht, die an eine Förderung geknüpft sind. Im Zweifelsfall kann der Installateur hierüber Auskunft geben. Die Beantragung des Zuschusses ist mit einem elektronischen Formular möglich. Dieses lässt sich auf der Seite des Bafa ausfüllen und abschicken. Auch hier können die beauftragten Handwerker aushelfen und per Vollmacht für den Hauseigentümer Zuschuss beantragen.

Wichtig: Der Antrag muss zwingend vor dem Austausch der alten Heizung vorgenommen werden. Eigentümer, die für ihre Häuser eine neue Heizung einbauen, verlieren ihren Anspruch auf Förderung, falls der Antrag nicht vor Beginn der Umbaumaßnahmen gestellt worden ist.

Auch die KfW kann weiterhin bei der Finanzierung helfen

Zwar hat das Bafa das direkte Förderprogramm von der KfW übernommen. Die staatliche Förderbank kann Hausbesitzern aber auf andere Weise bei der Finanzierung der neuen Heizung helfen. Unter der Bezeichnung „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit bei der KfW“ bietet die Bank ein vergünstigtes Darlehen mit derzeit 0,78 % Jahreszins an. Dieser Kredit gilt speziell für neue Heizungen. Wird die komplette Immobilie einer Sanierung unterzogen, infolge der ein höherer Energiestandard erzielt wird, vergibt die KfW auch weiterhin eigene Zuschüsse.

Welche weiteren Fördermöglichkeiten gibt es?

Es existieren eine Reihe von Programmen für die Förderung energieeffizienterer Häuser. Häufig handelt es sich dabei um lokale oder regionale Förderprogramme. Das Portal CO2Online gibt Auskunft darüber, welche Förderungen in der jeweiligen Region möglich sind. Auch die Beauftragung eines Energieberaters kann gefördert werden.

Ferner kann sich der Austausch einer alten Heizung auch steuerlich gesehen lohnen. Es besteht die Möglichkeit, die energetische Sanierung von Immobilien von der Steuer abzusetzen. Die Anschaffung einer energiesparenden Heizung fällt unter diese Regelung. Insgesamt lassen sich dadurch, verteilt über drei Jahre hinweg, bis zu 20 % gegenüber der Steuer geltend machen. Das gilt jedoch nur für Häuser, für die keine Förderung von der Bafa beantragt wurde. Man muss sich daher zwischen einer Steuererleichterung und einer finanziellen Förderung entscheiden.

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