Welcher Energieausweis ist aussagekräftiger?

Der Eigentümerverband Haus & Grund fordert zu Recht eine spürbare Vereinfachung der energetischen Anforderungen an Wohngebäude.

Welche Aufgabe erfüllt der Energieausweis?

Die Aufgabe von einem Energieausweis ist den Verbraucher über den energetischen Zustand einer Immobilie zu informieren. Die Einführung von Effizienzklassen soll den Vergleich mit anderen Gebäuden ermöglichen. Außerdem soll der Energieausweis Anhaltspunkte für künftige Modernisierungsoptionen geben. Der Energieausweis bezieht sich immer auf das gesamte Haus. Den energetischen Wert einer einzelnen Wohnung kann nicht aufgestellt werden.

Der Unterschied zwischen Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis

Für bereits vorhandenen Immobilien gibt es zwei unterschiedlichen Vorgehensweisen, um einen Energieausweis zu erstellen. In dem sogenannten Verbrauchsausweis wird der Energieverbrauch anhand von Heiz- und Warmwasserkosten und anderen Verbrauchsdaten erfasst und daraus der Energieverbrauchskennwert berechnet.

Im Gegensatz dazu gibt es den Bedarfsausweis. Die Erstellung von einem Bedarfsausweise ist komplizierter und mit höheren Kosten verbunden. Bei Berechnung des Energiebedarfs wird die physikalische Beschaffenheit eines Gebäudes betrachtet und ein Bedarfswert berechnet. Je nach vorhandenen Bausubstanz werden Empfehlungen für energetische Modernisierungen ausgesprochen.

Welche Probleme bringt ein Bedarfsausweis mit sich?

Das individuelle Verhalten der Nutzer in Bezug auf Energieverbrauch spielt beim Bedarfsausweis keine Rolle. Das bedeutet, dass er keine Aussage zum tatsächlichen Verbrauch geben kann. Der berechnete Wert ist also nur ein theoretisch. In der Praxis zeigt sich, dass der tatsächliche Verbrauch wesentlich niedriger ist. Dies ist aber hochproblematisch, denn es führt dazu, dass Modernisierungen empfohlen und womöglich durchgeführt werden, die gar nicht notwendig sind. So wird das Wohnen unnötig verteuert, was zu Unmut bei Eigentümern und Mietern führt.

Eine Evaluation, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Standentwicklung (BMVBS) durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass nur 29 Prozent der geprüften Bedarfsausweise den Energiebedarf einer Immobilie nur annähert zutreffend darstellen. Auf der anderen Seite lagen die Verbrauchsausweise mit 66 Prozent in der zulässigen Toleranz. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Fehleranfälligkeit beim Bedarfsausweis wesentlich höher liegt. Deswegen fordert das Eigentümerverband Haus & Grund zurecht die Abschaffung des Bedarfsausweises bei Bestandsimmobilien.

Zu der Pressemitteilung von Haus und Grund

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