Für Eigentumswohnungen und Teileigentum sollte Abgeschlossenheit vorliegen. Das Wohnungseigentumgesetz verlangt, dass Räume abgeschlossen sein müssen, wenn an denen ein rechtlich selbständiges Alleineigentum als Wohnungseigentum oder Teileigentum gebildet werden soll.

Wann ist eine Abgeschlossenheitsbescheinigung erforderlich ?

Abgeschlossenheitsbescheinigung betrifft Mehrfamilienhäuser. Wenn ein Mehrfamilienhaus einem einzigen Eigentümer gehört und er die Wohnungen einzeln verkaufen möchte, muss eine Abgeschlossenheitsbescheinigung vorliegen. Nur dann können die Wohnungen in Wohneigentum umgewandelt und können somit als Eigentumswohnungen einzeln verkauft werden. Ohne Abgeschlossenheitsbescheinigung kann nur das Mehrfamilienhaus als Ganzes veräußert werden. Verkauf von einzelnen Wohneinheiten ist nicht möglich.

Wie sieht Abgeschlossenheit bei Wohnungseigentum und Teileigentum in der Praxis aus ? 

Wohnungen müssen völlig von fremden Wohnungen getrennt sein. Die Abtrennung muss den Anforderungen der Aufaufsichtsbehörden entsprechen. Ein abschließender Zugang erfolgt direkt von Außen oder über ein Treppenhaus bzw. Vorraum. Wenn weitere Räume zu der Wohnung gehören, wie zum Beispiel Abstellräume im Dachboden oder Kellerräume, dann müssen sie verschließbar sein.

Bei Stellplätzen in der Tiefgarage muss eine dauerhafte und sichtbare Markierung sein, damit sie als abgeschlossen gelten können. Eine Trennung durch Wände ist natürlich ebenfalls möglich. Bei Stellplätzen im Freien oder Hebebühnen (Duplexparkplätze) können nur Sondernutzugsrechte begründet werden.

Wer stellt Abgeschlossenheitsbescheinigung aus ? 

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird bei der zuständigen Baubehörde beantragt. Die Baubehörde benötigt einen aktuellen Grundbuchauszug, einen Lageplan inkl. aller Gebäude und Anlagen sowie ein Aufteilungplan aus dem die Abgeschlossenheit der Einheiten hervorgeht. Ansichten und Grundrisspläne des Mehrfamilienhauses müssen hinzugefügt werden.

Beratung bei Verkauf und Vermietung von Immobilien: