In Deutschland ist die notarielle Beurkundung eines Vertrags beim Immobilienverkauf bzw. Immobilienkauf notwendig. Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie, in der wir uns mit den konkreten Inhalten eines Kaufvertrags beschäftigen, im Einzelnen werden es sein: die Beteiligten, der Kaufgegenstand, der Kaufpreis, die Haftung des Verkäufers für Mängel, Übergang von Besitz, Nutzen, Lasten und Gefahr, Kosten und Steuern, Auflassung und Grundbucheintragung.

Heute erklären wir, welche Kosten und Steuern beim Verkauf oder Kauf einer Immobilien entstehen.

Beim Immobilienkaufvertrag trägt wer welche kosten?

Die Kosten für die Beurkundung des Kaufvertrags, also den Notar, zahlt der Käufer. So regelt es das BGB. Außerdem übernimmt der Käufer die Kosten für die Eintragung der Auflassungsvormerkung in das Grundbuch. Außerdem entstehen bei Kauf einer Immobilie auch Kosten für verschiedenen behördlichen Genehmigungen, die erstellt werden müssen. Diese Kosten trägt ebenfalls der Käufer.

Der Verkäufer trägt die Kosten für Löschungen. Wenn Vermessungen notwendig sind, trägt die Kosten hierfür auch der Verkäufer.

Bei Immobilienkauf wird der Käufer auch vom Finanzamt zur Kasse gebeten. Es fällt sog. Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfällt. Die Höhe der Grunderwerbsteuer bewegt sich zwischen 3,5% in Bayern bis 6,5% in Brandenburg.

Auszüge aus dem Kaufvertrag zu Kosten und Steuern

Die Kosten der Beurkundung, des grundbuchamtlichen Vollzugs und die Grunderwerbssteuer trägt der Käufer, ebenso die Vollzugsgebühr.

Die Kosten der Lastenfreistellung trägt der Verkäufer.
Hinweise:
Das Eigentum geht nicht schon mit Abschluss dieses Vertrages, sondern erst mit Eintragung des Eigentumsübergangs in das Grundbuch auf den Käufer über. Diese Eintragung kann erst erfolgen, wenn die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung wegen der zu zahlenden Grunderwerbsteuer und das Zeugnis über die Nichtausübung der gesetzlichen Vorkaufsrechte nach dem Baugesetzbuch vorliegen und die Kaufpreiszahlung nachgewiesen ist.

 

Alle Vereinbarungen müssen richtig und vollständig beurkundet sein; alle nichtbeurkundeten Abreden sind nichtig und können die Wirksamkeit des ganzen Vertrages in Frage stellen.

Beide Vertragsteile haften für die Zahlung der Kosten bei Gericht und Notar sowie für die Grunderwerbsteuer als Gesamtschuldner.

Der Grundbesitz haftet für Rückstände an öffentlichen Lasten und Abgaben, insbesondere für einen etwaigen Erschließungsbeitrag.

Unter den Voraussetzungen des §23 Einkommensteuergesetz fällt Spekulationssteuer an.

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