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Ob Brand, Wasser, Sturm oder Hagel: Die Liste möglicher Schäden, die an Immobilien auftreten können, ist lang. Daher ist ein ausreichender Versicherungsschutz für Eigentümer unumgänglich. Die Frage ist, welche Versicherungen sind für eigene Immobilien wichtig und sinnvoll.


UNBEDINGT NOTWENDIG: DIE WOHNGEBÄUDEVERSICHERUNG

Schäden an Immobilien können recht schnell im fünf- oder sechsstelligen Bereich liegen. Eine solche Summe zahlt niemand nebenbei vom Ersparten. Daher ist die verbundene Wohngebäudeversicherung zunächst die wichtigste aller Versicherungen.

Wie teuer sie ausfällt, hängt zum einen vom Wert, zum anderen von der Lage der Immobilien ab. Versichert sind damit das Haus selbst sowie alle Objekte, die fest mit dem Gebäude verbunden sind, z. B. Heizungen, Einbauküchen, aber auch Garagen oder Gartenschuppen. Abgedeckt werden Schadensursachen durch Feuer, Leitungswasser (z. B. durch Rohrbrüche) sowie Sturm und Hagel.

Wichtig ist es, vor Beginn der Versicherung genau zu klären, welche Dinge mitversichert werden sollen. Nicht immer ist der günstigste Tarif ratsam, sondern einer, der lohnenswerte Deckungserweiterungen beinhaltet, wie z. B. die Solarmodule einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, welche bei Hagel Schäden erleiden können.

Einen besonders umfassenden Schutz bietet die erweiterte bzw. kombinierte Elementarschadenpolice. Sie schützt vor Naturgewalten wie Hochwasser, Erdrutsch oder Lawinen, haftet aber auch bei Schäden durch Schneelasten oder Starkregen. Diese sind nicht automatisch in der Wohngebäudeversicherung mit abgedeckt, sondern müssen zusätzlich versichert werden.

Diese Art der Police macht nicht nur Sinn für Eigentümer in gefährdeten Wohnlagen in Fluss- oder Hangnähe: In Zeiten immer häufiger auftretender Wetterkapriolen ist diese Police für jeden Eigentümer sinnvoll.


HAUSRAT- UND HAFTPFLICHTVERSICHERUNG

Auch die Hausratversicherung ist unumgänglich, da durch die Wohngebäudeversicherung nur Schäden am Gebäude selbst, jedoch keine Wert- oder Einrichtungsgegenstände versichert sind. Hierzu gehören nicht nur teure mediale Geräte wie Fernseher, sondern z. B. auch Teppich- oder Parkettböden.

Für Eigentümer, die ihre Immobilie nicht selbst bewohnen, ist eine Haftpflichtversicherung dringend anzuraten. Denn kommt es auf dem Grundstück zu Schäden, haftet der Eigentümer. Dies kann besonders teuer werden, wenn Menschen zu Schaden kommen, z. B. bei Glätte. Hier fallen Schmerzensgeld und Behandlungskosten an, im schlimmsten Fall kann es sogar zur Zahlung einer lebenslangen Rente kommen. Immobilieneigentümer, die ihr Haus selber bewohnen, haben dies bereits mit ihrer privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt.


RECHTSCHUTZ BESONDERS FÜR VERMIETER VON IMMOBILIEB RATSAM

Wer seine Immobilien vermietet, sollte über Rechtsschutz nachdenken. Oft genug kommt es zu Streitigkeiten mit Mietern, die nicht selten vor Gericht enden. Dies gilt auch für Unstimmigkeiten mit anderen Wohnungseigentümern oder Nachbarn.

Hier ist die Hilfe von entsprechenden Fachanwälten ratsam. Prozesskosten bei verlorenen Fällen können schon bei kleineren Streitwerten größere Summen verursachen. Auch Berufungsverfahren können sich in die Länge ziehen und kostenintensiv ausfallen. Daher lohnt der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung oder aber der Beitritt in einen Interessenverband, der gleichzeitig Rechtsschutz anbietet.


FÜR DEN FINANZIELLEN NOTFALL AUSREICHEND VORSORGEN

Der Erwerb einer Immobilie ist mit einer enormen finanziellen Last über Jahre hinweg verbunden. Wer einen hohen Kredit aufnimmt, sollte sich unbedingt für schlechte Zeiten absichern. Möglich ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. So muss im Ernstfall, wenn der Job wegfällt, nicht zusätzlich das Haus aufgegeben werden.

Eine weitere Alternative ist eine Risikolebensversicherung. So entsteht im Todesfall kein finanzielles Risiko für die Hinterbliebenen in Form eines hohen Schuldenbergs. Eine Sonderform der Risikolebensversicherung stellt die Restschuldversicherung dar. Bei Ableben, Krankheit bzw. Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit wird der Bau- oder Kaufkredit ganz oder größtenteils übernommen oder die noch fälligen Raten gezahlt. Häufig wird diese Form direkt mit dem Baukredit angeboten.


KONDITIONEN IMMER PRÜFEN

Bei allen Versicherungen sollte man genauestens die Konditionen prüfen. Empfehlenswert ist der Vergleich mehrerer Angebote. Besonders bei Anbietern für Hausratversicherungen gibt es enorme Preisunterschiede, denn Deutschland ist nach Risikozonen aufgeteilt. So sind die Versicherungsbeiträge für Immobilien in Großstädten viel teurer als in ländlichen Gebieten. Außerdem sollte eine genaue Prüfung der Versicherungsbedingungen erfolgen, sprich, was mit der jeweiligen Police alles abgedeckt ist. So verhindert man im Schadensfall böse Überraschungen.


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Autor: Katerina Rogers

Immobilienmakler Katerina Rogers ist auf den Verkauf und die Vermietung von Häusern und Wohnungen in München spezialisiert. Sie schreibt regelmäßig über die Immobilienpreise und Mietpreise in München und Umland sowie andere Themen, die für Immobilienverkauf & Immobilienvermietung wichtig sind. Seit 2004 vermittelt sie erfolgreich Immobilien in München und Umland.

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