Die Kinder sind längst aus dem Haus und die Räume stehen leer: Viele ältere Menschen wagen sich nochmal an das Projekt Neubau.

Da sich die Wohnansprüche im Alter jedoch erheblich ändern, sollten bei Bau eines neuen Heims einige Kriterien beachtet werden. Barrierefreiheit ist hierbei nur ein Stichwort.

STANDORTWAHL UND INFRASTRUKTUR

Besonders im Alter entsteht der Wunsch nach einer ruhigen Wohnlage mit Blick ins Grüne.

Trotzdem sollte beim Neubau an eine gute infrastrukturelle Anbindung gedacht werden. Geschäfte des täglichen Bedarfs und Ärzte in der Nähe sind wichtige Standortkriterien.

Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist bei der Grundstückswahl für den Neubau ein wichtiger Faktor, damit die Mobilität im Alter gegeben ist. Nicht zu unterschätzen ist aber vor allem die soziale Anbindung: Familienmitglieder, Freunde und nette Nachbarn im nahen Umfeld, die im Alltag oder Ernstfall helfend zur Seite stehen, geben älteren Menschen Sicherheit und schützen vor sozialer Isolation und Einsamkeit.


ARCHITEKTONISCHE MAßNAHMEN

Bei der konkreten Planung des neuen Heims gibt es schon beim Grundriss einige Kriterien, die unbedingt beachtet werden sollten. So bietet ein Bungalow eine barriere- und schwellenfreie Erreichbarkeit aller Wohnräume und die ebenerdige Dusche im Bad ist schon fast selbstverständlich. Statt Stufen vor der Haustür und in den Garten lieber einen leicht ansteigenden, rampenartigen Weg anlegen. Dabei ist darauf zu achten, dass dieser mindestens 150 Zentimeter breit ist und ein Längsgefälle von sechs Prozent nicht überschreitet. Als Belag eignet sich ein gerades, aber rutscharmes Pflaster, auch auf Einfahrten und Terrassen.

Großzügig gestaltete Räume mit viel Raum für Bewegung bieten genug Platz, wenn man später auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist. Daher bei der Planung besser auf schmale Gänge sowie enge Nischen und Ecken verzichten. Zu empfehlen ist eine Türbreite von mindestens 80, besser noch 90 Zentimeter. Schiebetüren sind nicht nur besonders rollstuhlfreundlich, sondern auch eine abwechslungsreiche Alternative. Steckdosen und Lichtschalter nur so hoch anbringen, dass sie auch im Sitzen erreichbar sind. Die DIN 18040 sieht für die rollstuhlgerechte Bedienbarkeit von Lichtschaltern, Steckdosen, Fenstergriffen etc. eine Höhe zwischen 85 und 105 Zentimetern über dem fertigen Fußboden vor.

Eine uneingeschränkte Sicht ins Freie, nicht nur für Rollstuhlfahrer, bieten tiefe Fenster- sowie transparente Balkonbrüstungen. Beim altersgerechten Neubau ist demnach statt architektonischer Raffinesse eher Funktionalität gefragt.


AUSSTATTUNG IM INNENBEREICH

Auch im Innenbereich kann für eine altersgerechte Gestaltung gesorgt werden. Parkett, Fliesen, Laminat oder Linoleum als Bodenbelag sind besonders rollstuhlgeeignet, Teppich hingegen weniger wegen seines erhöhten Rollwiderstandes. Auf jeden Fall sollte der Bodenbelag rutschhemmend sein, um Stürze zu vermeiden. Hierfür gibt es im Fachhandel geeignete Fliesen und PVC-Beläge.

Statt mehrerer großer Fenster, die viel Sonnenlicht hereinlassen, sollte bei der Planung für Ältere eher auf adäquate Beleuchtung gesetzt werden. Die enorme Intensität des Tageslichtes strengt die Augen auf Dauer an. Auch eine kontrastreiche farbliche Wandgestaltung trägt zu Entlastung der Augen bei, übrigens nicht nur bei Sehbehinderten.

Die moderne Technik bietet ebenso viele Möglichkeiten, um den Neubau altersgerecht auszustatten. Elektrische Rollläden und Fensteröffner sowie Bewegungsmelder, auch im Innenbereich, sind nur einige Beispiele.


BAUFINANZIERUNG IM ALTER

Wer im fortgeschrittenen Alter nochmal den Traum vom Neubau verwirklichen möchte, sollte sich frühzeitig Gedanken um die Finanzierung machen. Genügend Eigenkapital sollte vorhanden sein, schließlich muss das neue Haus auch abbezahlt werden und keine finanzielle Belastung im Alter darstellen. Wer frühzeitig ein Bausparkonto anlegt und genug zurücklegt, braucht sich später jedoch keine Sorgen um die Finanzierung zu machen.


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Worauf ist bei Neubau im Alter zu achten

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Autor: Katerina Rogers

Immobilienmakler Katerina Rogers ist auf Verkauf und Vermietung von Häusern und Wohnungen spezialisiert. Seit 2004 vermittelt sie erfolgreich Immobilien in München und Umland.

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