Heizen ist schon teuer und dürfte demnächst noch teurer werden, doch Heizkosten lassen sich durch kluges Management der Räume auch sparen.

Sie machen das Gros der im Haushalt verbrauchten Energie aus, rund ein Viertel der Heizkosten können wir allein durch dichtere, trockenere Räume bei richtig eingestellter Temperatur und einer optimierten Heizungsanlage sparen.

DICHTE RÄUME SENKEN HEIZKOSTEN

Die Abdichtung von Räumen birgt ein erhebliches Einsparpotenzial bei den Heizkosten. Ältere Fenster sollten ausgetauscht werden auch an Dächern, Balkonen und Erkern bilden sich sehr gern Wärmebrücken, die mit modernen Geräten messbar sind.

Ein zu wenig beachteter Punkt sind Fugen unter den Türen, durch welche die Luft entweicht. Dichtungen hierfür sind auf dem Baumarkt zu finden, sie lassen sich ohne Werkzeug anbringen und bestehen aus Borsten, die das Entweichen der warmen Luft verhindern und damit Heizkosten sparen. Für die richtige Größe – der Baumarkt liefert unterschiedliche Varianten – muss der Spalt zuvor kurz ausgemessen werden.

Diese Dichtungen sind für Preise um oder unter zehn Euro pro Tür zu haben, ein Einfamilienhaus kann also mit 50 bis 70 Euro in dieser Hinsicht dauerhaft abgedichtet werden, die sich schon im ersten Jahr durch eingesparte Heizkosten etwa in dieser Größenordnung amortisieren.


RÄUME ENTFEUCHTEN

Feuchtigkeit gilt als prekär in vielerlei Hinsicht: Die Gesundheit der Bewohner leidet durch möglichen Schimmel ebenso wie die Bausubstanz, ebenso erhöhen feuchte Räume die Heizkosten. Wie feucht Räume sind, lässt sich am Kondenswasser ablesen, das sich an den Fensterscheiben bildet. Dieses Wasser kann mit Lappen abgewischt werden, die freilich außerhalb des Raumes getrocknet werden müssen, sonst geben sie schließlich die Luftfeuchtigkeit wieder in den Raum ab. Auf diese Weise würden die Fensterscheiben eine nützliche Kondensatorfunktion erfüllen.

In jedem Fall ist ein Austrocknen von Räumen durch ihr Beheizen ein kostenintensiver Vorgang, Lüften gilt als wesentlich effizienter. Die alte Regel, dass fünf Minuten langes Stoßlüften wesentlich sinnvoller ist als ein über den ganzen Tag angekipptes Fenster, gilt immer noch. Während des Stoßlüftens soll natürlich die Heizung herabgedreht werden (natürlich einige Minuten vor dem Öffnen der Fenster), und zwar aus zwei Gründen: Erstens ist es sinnlos, einen Raum zu beheizen und gleichzeitig kältere Luft hineinzulassen, zweitens aber, noch viel wichtiger, befinden sich Heizkörper in aller Regel unter den Fenstern, wodurch von ihnen aufsteigende Warmluft das Lüften natürlich unterbinden würde. Im Winter erfordern solche Maßnahmen Disziplin, halten aber die Räume trocken und senken damit stark die Heizkosten, zudem wird der Schimmelbildung vorgebeugt.

Vorsicht bei antiken Möbeln und empfindlichen Musikinstrumenten aus Holz: Diese sollten aus stoßgelüfteten Räumen im Winter in jedem Fall entfernt werden, weil die kalte Luft oft sehr trocken ist und spätestens beim erneuten Aufheizen des Raumes das Holz reißen lassen kann. Die Ersparnis an Heizkosten beträgt durch gutes Lüften rund fünf Prozent.


OPTIMIERTE HEIZUNGSANLAGE UND WEITERE TIPPS ZUR HEIZKOSTENSENKUNG

Moderne Heizungsanlagen, die solarthermische Energie nutzen, vielleicht eine Mini-KWK-Anlage im Haus einbinden (gibt es seit 2012) oder Erdwärme nutzen, sparen mindestens um 10 Prozent Heizkosten selbst gegenüber den moderneren Gas- und Ölheizungsanlagen, die seit den 2000er Jahren im Angebot sind. Diese Ersparnisse gehören zu einem Gesamtkonzept des energieoptimierten Hauses und lassen sich pauschal nur schwer darstellen, doch nicht umsonst vergibt die KfW die meisten Fördermittel für dichte Häuser und optimierte Heizungsanlagen.

Weitere Tipps zur Kostensenkung wären:

  • gleichmäßiges Heizen
  • feuchte Luft (nach dem Kochen und Duschen) sofort entweichen lassen
  • Möbel, Bilder und Vorhänge rund 10 cm von Außenwänden entfernt halten
  • keinen Raum absolut auskühlen lassen (Abstellkammer)

Mit allen diesen Maßnahmen werden es um 25 bis 30 Prozent weniger an Heizkosten.

Autor: Katerina Rogers

Immobilienmakler Katerina Rogers ist auf den Verkauf und die Vermietung von Häusern und Wohnungen spezialisiert. Seit 2004 vermittelt sie erfolgreich Immobilien in München und Umland.

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