Ein Brand in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus ist der Albtraum eines jeden Mieters oder Besitzers einer Immobilie schlechthin. Dabei besteht die Gefahr des Verlustes des gesamten Besitzes und sogar des eigenen Lebens. Betreff der Lebensgefahr ist es aber oft nicht die Verbrennungen, die zum Tod führen, sondern die sich dabei entwickelnden Rauchgase. Diese eingeatmet, können in wenigen Minuten zum Tode führen. Oft geschieht es in der Nacht, denn wenn man schläft, ist man meistens nicht in der Lage den Rauch zu bemerken. Deshalb ist es sinnvoll und in einigen Bundesländern bereits auch Pflicht sich Rauchwarnmelder anzuschaffen, denn diese retten Leben.


  • Auch in Bayern sind diese Lebensretter ab 01.01.2013 zur Pflicht geworden.

Das erste Bundesland in Deutschland, in dem eine Einbaupflicht für Neu- und Umbauten von Rauchwarnmeldern bestand, war Rheinland-Pfalz. Zur Nachrüstung mit Rauchwarnmeldern bestehender Wohnräume verpflichteten als erstes Mecklenburg Vorpommern bereits ab 2009 die Besitzer oder Vermieter. Die Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern ist in der Landesbauordnung jedes einzelnen Bundeslandes verankert. Mittlerweile gehören fast alle Bundesländer dazu. In Bayern ist der Rauchwarnmelder bei Neu- und Umbauten ab dem 01.01.2013 Pflicht. Für die Nachrüstung bestehender Wohnungen und Gebäude gewährt das Land eine Frist bis zum 31.12.2017.


  • Rauchwarnmelder nicht mit Brandmelder verwechseln.

Rauchwarnmelder geben bei entstehendem Rauch (das kann schon vor Ausbruch eines Brandes sein) ein akustisches Signal, das ausschließlich dem Schutz der sich in den Wohnräumen befindlichen Personen dient. Im Gegensatz dazu meldet der Brandmelder über Brandmeldeanlagen den Brand direkt zur Feuerwehr, während der todbringende giftige Rauch vorher unbemerkt blieb. Diesen gravierenden Unterschied sollte man unbedingt beachten.


  • Was muss beim Einbau beachtet werden, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Die DIN 14676 legt die Mindestvoraussetzung fest. Rauchwarnmelder sind in allen Schlafzimmern, den Kinderzimmern und den Fluren vorgeschrieben. Wer sich aber optimal schützen möchte, sollte in allen Zimmern, Fluren und Fluchtwegen Rauchwarnmelder anbringen. Ausnahme sind dabei Bäder und Küchen, da es dort durch entstehende Dämpfe und Feuchtigkeit zu einem Fehlalarm kommen kann.

Die Rauchwarnmelder immer an der Decke anbringen, möglichst in der Mitte des Zimmers. Ist dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich, immer mindestens 50 cm Abstand von Wänden oder Raumteilern einhalten. Ganz wichtig ist darauf zu achten, dass die Rauchwarnmelder vor Schmutz und Staub geschützt werden. Die Raucheintrittsöffnung darf nicht verdeckt, überklebt oder überstrichen werden. Darum sollten die Rauchwarnmelder bei Renovierungen oder Umbauten abgenommen und schützend aufbewahrt werden. Erst nach Abschluss aller Arbeiten werden die Rauchwarnmelder angebracht. Dieses bedarf keines großen Installationsaufwands.

Um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, muss alle zwölf Monate eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit, zu der auch das eventuelle Wechseln der Batterien gehört, durchgeführt werden. Das ist in Bayern vorrangig die Pflicht des Mieters. Auch zum Einbau kann der Mieter laut Mietvertrag verpflichtet werden. Die Verantwortung sowie die Kontrollpflicht, ob dieses auch tatsächlich geschehen ist, liegt in jedem Fall beim Vermieter oder der Wohnungseigentümergemeinschaft.


  • Welche Betriebskosten kommen auf Sie zu.

Die Nachrüstung der Wohnung wird als Modernisierungsmaßnahme angesehen und kann deshalb durch eine Mieterhöhung gemäß § 559 BGB auf dem Mieter umgelegt werden. Nach 10 Jahren müssen die Rauchwarnmelder ausgetauscht werden. Übernimmt der Vermieter die Wartung, zu der die Kontrolle der Betriebsfähigkeit und Betriebssicherheit gehört, kann er diese als Betriebskosten beim Mieter geltend machen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Kosten im Mietvertrag explizit benannt werden oder der Mietvertrag eine Mehrbelastungsklausel enthält und die Betriebskosten in Bezug auf § 2 BetrKV als vereinbart gelten.


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Autor: Katerina Rogers

Immobilienmakler Katerina Rogers ist auf Verkauf und Vermietung von Häusern und Wohnungen spezialisiert. Seit 2004 vermittelt sie erfolgreich Immobilien in München und Umland.

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